Sonnenblumen sind in Nord- und Mittelamerika beheimatet. In der mitteleuropäischen Küche ist dieses Öl nicht mehr wegzudenken und gehört zu vielen traditionellen Rezepten. Es wird aus Sonnenblumenkernen (Helianthus annuus) gewonnen und gehört zur Familie der Gänseblümchen.

Die Blume wurde von indianischen Stämmen, vor allem von den Inkas, verehrt. In Peru und Mexiko gibt es noch wilde Sonnenblumen.

Sonnenblumenöl kommt in Europa an

Mitte des 16. Jahrhunderts waren die spanischen Matrosen so beeindruckt von der Schönheit der Sonnenblumen, dass sie ihre Samen nach Europa importierten. Lange Zeit wurde sie nur als Zierpflanze angebaut. Seitdem ist die Sonnenblume ein künstlerisches Element in weltberühmten Gemälden, zum Beispiel des Genies Vincent van Gogh.

Als dekorative Pflanze blieb sie fast ein Jahrhundert in Europa, bis geniale Bäcker des 17. Jahrhunderts Sonnenblumenkerne in ihren Bäckereien als Gewürz verwendeten.

Trotzdem würde es noch zwei Jahrhunderte dauern, bis er als Ölquelle genutzt werden konnte.

Es wird gesagt, dass der russische Bauer Dmitry Bokarev bereits 1829 bemerkt hatte, dass Vögel reife Sonnenblumenkörner wegen ihres hohen Fettgehalts gerne essen.

In der Tat extrahierte er ein leckeres Öl und beschloss, Sonnenblumen anzubauen, um sein Öl in größerem Maßstab zu gewinnen.

In einigen Jahren waren die Felder um Alexowkas Heimatstadt intensiv gelb gefärbt und eine Ölmühle, die ausschließlich der Gewinnung von Sonnenblumenöl gewidmet war, wurde schnell gebaut.

Tatsächlich genehmigte die Russisch-Orthodoxe Kirche dieses Öl als Nahrung für Gläubige während der Fastenzeit, denen es verboten war, Fleisch und Tierfett zu konsumieren.

Von hier aus war die weltweit siegreiche Expansion des Sonnenblumenöls nicht zu stoppen, vor allem wegen seiner geschmacksneutralen Wirkung, die die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und die Fülle an Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren ermöglicht.

Die Hauptanbaugebiete befinden sich heute in der Ukraine, Russland, China, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, den Vereinigten Staaten und Argentinien. Die Sonnenblumenpflanze benötigt einen Boden mit viel Kalium und Bor, milden Temperaturen und viel Wasser. Ein Hektar kann ungefähr tausend Liter Sonnenblumenöl produzieren.

Extraktion von Sonnenblumenöl

Sonnenblumenkerne haben einen Ölgehalt zwischen 40% und 65%. Die Körner werden sorgfältig gesiebt, bevor sie abgezogen werden.

Diese Trennung erfolgt automatisch mit Hilfe von Maschinen. Die übliche Technik ist die Kaltpressung. Während dieses Vorgangs (<40º) wird der Ölsaat nicht erhitzt, sondern mechanisch vorsichtig gepresst.

Auf diese Weise muss das erhaltene Öl nur noch gefiltert und abgefüllt werden. Kaltpressen ist wichtig, um alle natürlichen Komponenten und Aromen zu erhalten.

Diese kaltgepressten Öle eignen sich nicht zum Braten, da die fettlöslichen Vitamine zerstört werden. Auch ihre Lebensdauer ist begrenzt, daher müssen sie schnell konsumiert werden.

Ist der Pressvorgang dagegen heiß, ist im geschlossenen Behälter eine lange Lebensdauer von bis zu zwei Jahren gewährleistet. Dieser Prozess ist auch wesentlich produktiver, zerstört jedoch die wertvollen Komponenten.

Diese Öle eignen sich jedoch hervorragend zum Dämpfen, Backen, Kochen und Braten, wenn das Sonnenblumenöl seinen Rauchpunkt von etwa 180° erreicht.

Schließlich ist dieses heißgepresste Sonnenblumenöl dank seiner Geruchsneutralität auch als Basis für Massageöle oder andere Körperpflegeprodukte sehr gut für kosmetische Zwecke geeignet.

Diese wichtigen Unterschiede zwischen kalter und heißer Extraktion werden in Olivenöl gleichermaßen angegeben.

Zusammensetzung von Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl ist mit 65 Prozent reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl in einfach ungesättigten Säuren). Der Gehalt an Linolsäure liegt zwischen 50% und 75%.

Was den Säuregehalt oder den Anteil an freien Fettsäuren betrifft, beträgt er nur 1,8%, vergleichbar mit dem von nativem Olivenöl (natives Olivenöl extra – EVOO – sollte unter 0 liegen, 8.).

In geringerem Umfang enthält es auch andere relevante Fettsäuren wie Palmitinsäure, Stearinsäure und Palmitinsäure.

Der Vitamin E-Gehalt ist überraschend hoch, wenn er kalt gewonnen wurde, zusätzlich zu den Vitaminen A, B, D und K.

Vorteile von Sonnenblumenöl

Kaltgepresstes Sonnenblumenöl hilft, ebenso wie Olivenöl, den Cholesterinspiegel zu senken und wirkt so präventiv gegen Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Es fördert auch die Darmtätigkeit und wirkt aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin E als Antioxidans gegen vorzeitige Zellalterung.

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